Spannungsfelder des Expressionismus

7. August – 25. Oktober 2015

Die Stiftung Schloss Eutin präsentierte eine Auswahl von Gemälden aus der Hagenschen Sammlung, die stilistisch den Bogen vom Expressionismus zum Informell und Abstrakten Expressionismus spannen.

Zum Auftakt wurden Werke von Christian Rohlfs und Emil Schumacher als Protagonisten der Sammlung einander gegenübergestellt: Der Einfluss der Expressionisten auf das Kunstwollen der Nachkriegskünstler wird durch diesen dialogischen Aufbau ebenso deutlich wie die Nähe der Aquarelle Rohlfs zur Abstraktion.

In weiteren Räumen fanden die farbgewaltigen Gemälde Schumachers ihre Entsprechung in den Blumenaquarellen Emil Noldes und Landschaften Karl Schmidt-Rottluffs. Mit Lyonel Feininger wurde ein Seitenzweig des Expressionismus gewürdigt. Der Einfluss der barocken Formsprache auf die Informel Künstler wurde im Rundturmzimmer deutlich, in dem die gestischen Farbreliefs Emil Schumachers auf die barocke Stuckatur von Ofennische und Decke trafen.

Die Ausstellung lud ein, zu grundlegenden Überlegungen über Komposition, Rhythmik und Farbe, die immer neue Assoziationen zwischen den gezeigten Werken zuließen und »Spannungsfelder« aufzeigten.

Partner: Privatsammlung Leipzig, Galerie Beck und Eggeling