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Das Antependium

Das 5 Meter lange Antependium schmückte den Altar der Schlosskirche. Auf Latein heißt ante „vor“ und pendere „hängen“, es ist also das lateinische Wort für einen „Vorhang“, in diesem Fall vor einem Altar. Das in einer Klimavitrine aufbewahrte, wertvolle Altarbehang weist reiche Silber- und Farbstickerei auf. Die Reliefmedaillons zeigen typische evangelische Szenen, zwischen Petrus mit dem Schlüssel und Paulus mit dem Schwert befinden sich drei Szenen aus dem Leben Christi: die Kreuzigung, das letzte Abendmahl und die Auferstehung. Es ist nicht bekannt, wie und woher das nun als Antependium genutzte Textilstück nach Eutin kam. Die Stickerei oberhalb des linken, großen Medaillons mit der Darstellung des Apostels Petrus weist das bekrönte Allianzmonogramm „FME“ auf. Auf einer Platte rechts zu Füßen des Heiligen steht die Jahreszahl 1641. Beides legt nahe, dass die Textilarbeit vom regierenden Herzogspaar Friedrich III. und Maria Elisabeth von Schleswig-Holstein-Gottorf in Auftrag gegeben wurde.