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Fürstbischof Johann Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf

Bischof Hans hatte privat wenig Glück. Er litt an Gicht, Übergewicht und einem schlecht verheilten Armbruch. Aber besonders dramatisch verlief seine Ehe. Bei der dreizehn Jahre jüngere Prinzessin Julia Felicitas von Württemberg-Tack stellten sich laut der Chroniken kurz nach der Hochzeit erste Anzeichen einer Geisteskrankheit ein. Die Herzogin soll „übermäßig hoffärtig, unglaublich boshaft und höchst undankbar“ gewesen sein. Sie verwüstete Zimmer, wälzte sich nackt im Stall und versuchte mehrere Male Bischof Hans im Schlaf zu erstechen. Nach einem aufwendigem, fünf Jahre dauernden Scheidungsverfahren wurde in diesem Ausnahmefall die Scheidung genehmigt. Dafür mussten theologische, medizinische und juristische Gutachten eingeholt werden und die Scheidung erregte weit über Eutin hinaus großes Aufsehen.