Weiterlesen zurück zur Übersicht

Hofmaler Johann Heinrich Wilhelm Tischbein

Johann Heinrich Wilhelm Tischbein (1751 – 1829) ist bis heute insbesondere für sein Gemälde von Goethe in der Campagna berühmt. Für den Eutiner und Oldenburger Hof ist er jedoch als Hofmaler und Porträtist der herzoglichen Familien und als Ausstatter ganzer Räume mit Themen der griechischen Mythologie bedeutend. Seine 1804 an den Herzog Peter Friedrich Ludwig von Oldenburg verkaufte Privatsammlung bildet den Grundstock der herzoglichen Sammlung. Die Begegnung mit der Antike und insbesondere mit den Dichtungen Homers werden ab 1781 bestimmend für Tischbeins künstlerische Entwicklung. Die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema war vermutlich mit ausschlaggebend für Tischbeins Anstellung als Hofmaler in Eutin und Oldenburg, denn die Ausschmückung des Homersaals hatte Herzog Peter Friedrich Ludwig bereits vor Tischbeins Anstellung verfolgt. Von der fast freundschaftlich zu nennenden Beziehung der beiden zeugt ein reger Schriftverkehr, von dem sich ein Teil ebenfalls im Archiv der Oldenburger Landesmuseen befindet.