Violine!Klasse!

Wir in Eutin

Zu einem neuen Konzert der Reihe „Wir in Eutin“ lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) am Sonntag, 19. Mai ein. Ab 17 Uhr präsentieren Studierende der internationalen Violinklasse von Professor Heime Müller im Rittersaal des Eutiner Schlosses Werke aus drei Jahrhunderten.

Sieben Studierende verschiedener Ausbildungsstufen aus der Violinklasse von Heime Müller präsentieren ein kontrastreiches Programm: Es erklingen einerseits berühmte Werke der Violinliteratur, andererseits Werke, die selten bis nie auf den Konzertbühnen zu hören sind. Auf dem Programm stehen Stücke für Solovioline, Duo mit Klavierbegleitung und Quartett unter anderem von Bach, Beethoven, Schubert und Strawsinksy. Zu den berühmten Werken zählt Johann Sebastian Bachs virtuose und tänzerische E-Dur Partita, gespielt vom jungen Geigenstudenten Benjamin Günst, ebenso wie die Kreutzer-Sonate von Beethoven, die er dem französischen Violinisten Rudolphe Kreutzer gewidmet hat. Kreutzer führte das Stück jedoch niemals auf erklärte es für unspielbar. Masterstudent Julius Beck, der bereits eine Stelle im NDR-Sinfonieorchester innehat, wird im Konzert mit Virtuosität und Klangfülle den Gegenbeweis antreten. Theresa Reustle stellt nicht nur ein Solowerk des 1965 geborenen Franzosen Thierry Escaich vor, in dem er den Bach-Choral „Nun komm lieber Tod“ verarbeitet hat, sondern zusammen mit ihrem Ensemble, dem „Quartett Levár“, auch Anton Weberns 1905 komponierten „Langsamen Satz für Streichquartett“. Das einsätzige Stück bewegt sich an der Grenze zwischen früher Moderne und Brahms-Tradition. Selten zu hören ist das Violinkonzert d-Moll des dänischen Komponisten Niels W. Gade, das von David Moosmann präsentiert wird. Gade widmete es dem bekannten Geiger Joseph Joachim, der es im Februar 1881 in Berlin uraufführte. 1934 stellte Igor Strawinsky aus Teilen seines Balletts „Der Kuss der Fee“ ein viersätziges Divertimento zusammen, das selten auf den Konzertbühnen zu hören ist. In der Fassung für Violine und Klavier wird es von Iora Kama vorgestellt. Ebenso wie das Ballett hat das Divertimento vier Sätze und spiegelt mit eleganter Melodieführung noch den Ursprungscharakter des Werkes.  Geigenstudent Hugo Moinet präsentiert Beethovens in dramatischem Grundton angelegte Violinsonate a-Moll. Von Franz Schubert ist schließlich die Fantasie C-Dur für Violine und Klavier zu hören, die zum Spätwerk des Komponisten zählt und in großer Form angelegt ist. Interpret ist hier Francesco della Volta. Am Klavier begleiten Ninon Gloger, Hugo Moinet, Rodolfo Focarelli und Malte Schäfer.

 

Eintritt:  13 Euro/ Ermäßigt 9 €

Tickets erhalten Sie im Shop im Schloss

19. Mai_Wir in Eutin_Quartett Levár_(c)JASPER NOACK (2)

Ort: Rittersaal

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