Schloss
Museum

Schloss
Museum

Offen,
einladend,
lebendig

So präsentiert sich das Museum Schloss Eutin heute seinen jährlich fast 30.000 Besucherinnen und Besuchern.

Hier wohnt Geschichte, könnte man sagen, denn die weitgehend originale Ausstattung wird von der Stiftung Schloss Eutin nachhaltig erhalten.

Die fürstbischöfliche und herzogliche Lebenswelt, der Alltag der Bediensteten und das Werk vieler Künstlerinnen und Künstler werden so auf Schritt und Tritt erlebbar.

Ein einzigartiges Ensemble

Sie heißen heute Europazimmer, Roter Salon, Gelber Salon, Rittersaal, Gottorfzimmer, Gobelinzimmer, Russlandkabinett oder Amalienzimmer.

Es sind prachtvoll restaurierte Räume mit Stuckaturen, Deckenmalereien, Öfen, Fliesen und originalen Möbeln, Gobelins, Leuchtern und Gemälden bis hin zum kostbaren Antependium.

In ihrer Einheit vermitteln sie, gemeinsam mit der Schlosskirche, ein in dieser Form selten authentisches Bild eines fürstbischöflichen und großherzoglichen Wohnsitzes.

Sammlung
Schloss Eutin

Der Eutiner Hofmaler Johann Heinrich Wilhelm Tischbein (1751–1829) prägt mit seinem großformatigen Homer-Zyklus die Gemäldesammlung von Schloss Eutin. Er fertigt darüber hinaus auch einige einfühlsame Bildnisse der großherzoglichen Familie, die Teil der bedeutenden Porträtgalerie des Hauses werden.

Die bemerkenswert geschlossene Sammlung von Porträts regierender Fürstinnen und Fürsten Nordeuropas und Russlands ist von überregionaler Bedeutung. Sie belegt eindrucksvoll die dynastischen Verbindungen und politischen Allianzen des Hauses Oldenburg.

Zu entdecken sind unter anderem Werke von David Klöcker von Ehrenstrahl (1628/1629–1698), David von Krafft (1655–1724), Jürgen Ovens (1623–1678) oder Ludwig Philipp Strack (1761–1836).

Highlights aus der Sammlung

Schiffsmodelle aus
der Schatzkammer
der Zaren

Die drei Schiffsmodelle der Eutiner Sammlung stammen aus der Schatzkammer der russischen Zaren in St. Petersburg. In der Qualität ihres maßstabsgetreuen Nachbaus inklusive Innenausstattung sind die Modelle einzigartig. Sie dienten neben Zeichnungen und Lehrbüchern zur Vermittlung von geheimem Fachwissen zum Bau starker Kriegsschiffe, doch auch in ihrer farbigen Bemalung und prächtigen, detailreichen Ausführung sind sie einer Schatzkammer würdig.

1806 besuchte Herzog Peter Friedrich Ludwig die russischen Verwandten auf dem Zarenthron in St. Petersburg, vermutlich brachte er die Schiffe von dieser Reise mit nach Eutin.

Das fürstbischöfliche Antependium

Der violett samtene Altarbehang mit seiner überbordenden Goldstickerei zählt zu den bedeutendsten und kostbarsten historischen Textilien in ganz Norddeutschland. Seine teilweise plastisch gearbeitete Stickerei stellt die Oster-Geschichte nach Vorlagen der illustrierten „Merian-Bibel“ dar. 1641, mitten im Dreißigjährigen Krieg, wurde das Antependium für den Altar der Schlosskapelle fertiggestellt. Wahrscheinlich handelte es sich um ein Geschenk des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf und seiner Gemahlin Maria Elisabeth an dessen Bruder Fürstbischof Hans in Eutin.